STILLE ZUM ZWEITE - UNDERWÄGS

May 7, 2018

Ich liebe den Frühling (theoretisch, denn in den letzten Tagen habe ich das Fortbestehen der Nastüechliindustrie für die nächsten 10 Jahre im Alleingang sichergestellt mit meinem dauernden Niesen! Danke Heupfnüsel *jammer*). Wenn es warm und halbwegs trocken ist, kann ich den ganzen Tag draussen unterwegs sein mit meinem Traum-Baby. Das ist meistens weniger streng, als zu Hause, da einfach so viel läuft und auch die Natur beruhigend wirkt. Im Park muss ich nicht die Alleinunterhalterin für meine Tochter spielen, sondern nur ab und an aufpassen, dass sie beim rumkrabbeln nicht mit Zigistummeln spielt oder im nächsten Teich ein Bad nimmt. Oder man macht einen Ausflug in einen Zoo oder Tierpark. Mein Traum-Baby liebt Tiere, da macht es natürlich gleich doppelt Spass, wenn bei jedem Käfig losgejuchzt wird. Bei solchen Ausflügen kommt es meistens dazu, dass man unterwegs stillen muss. Egal ob Zug, Tram, Restaurant, Park, oder bei den Affen im Zoo, ich habe schon so ziemlich überall gestillt! Und zum Glück musste ich mir deswegen auch noch nie doofe Kommentare anhören.

 

Es muss aber nicht jeden Tag eine grosse Reise sein. Mein Lieblingsort in Winti für die warme Jahreszeit ist der Vöglipark. Dort gibt es zwar keinen Spielplatz, dafür ist es relativ ruhig und mit den Vögeln in den Volieren ist meine Tochter auch immer schön beschäftigt. Und wenn die nicht mehr interessant genug sind, dann kann sie immer noch Kieselsteine essen. Die meisten stillen gerne auf einer Bank, davon gibt es im Vögelipark genug. Mein Favorit jedoch ist liegend auf der Picknickdecke. Die ist deshalb unser stetiger Begleiter unten im Kinderwagen. Ich finde es einfach viel rückenschonender, wenn ich mein Traum-Baby auf der Seite liegend andocken kann, als wenn ich ihr ganzes Gewicht (ja, auch meine kleine, süsse Bohne kann schwer werden mit der Zeit) mit meinen Armen halten muss.

 

 

Mein Kind kam aber im Januar zur Welt, bis ich also bei warmen Sonnenschein draussen stillen konnte, dauerte es ein paar Monate. Das erste Mal nicht zu Hause habe ich im Auto gestillt. Das ist ja auch ganz ok, man ist halbwegs vor Blicken geschützt, vor allem aber vor dem Wetter und hat auch genügend Möglichkeiten, sich unter den Armen mit Kissen abzupolstern (seeeehr wichtig, sonst ist man dauernd übelst verspannt!). Doch bald einmal kam der Hunger vom Traum-Baby auf dem Nachhauseweg, im feierabendverkehrüberfüllten Bus. Da hatte ich keine Lust, mich aus meinen Winterkleidern zu schälen und mit dem ganzen Bagage zwischen den Beinen auf dem Bussitz zu stillen. Deshalb stieg ich wieder aus und öffnete die Mamamap auf meinem Handy. Ja, ich habe hier bereits einmal geschrieben, dass ich Apps beim Stillen nicht nötig finde, aber diese überwacht ja nicht das Stillen, sondern zeigt einem an, wo in der Umgebung man zum Stillen willkommen ist.

 

Gesetzlich ist das Stillen natürlich überall erlaubt, aber es schadet ja nicht, wenn man sich, gerade am Anfang, an einen gemütlichen, sichtgeschützten Ort zurückziehen kann. Die App zeigte mir damals die Adler-Apotheke beim Bahnhof Winterthur als nächste Stillmöglichkeit an. Gemütlich ist der Raum mit dem Stuhl definitiv nicht, aber immer noch besser als ein überfüllter Bus. Und ich konnte während des Stillens dem Mediroboter bei der Arbeit zusehen, das war sehr interessant! Ich habe später dann mal noch die Apotheke im Zentrum Seen ausprobiert (weil das Bänklein mit Rückenlehne von Teenies belagert war) und die haben im Hinterzimmer einen Schragen, auf dem man sich zum Stillen hinlegen kann, was wirklich angenehm ist!

 

Aber nicht nur Apotheken werden auf dieser App angezeigt, auch Restaurants oder Cafés, welche besonders stillfreundlich sind, Läden, Bibliotheken, Elternberatungsstellen und so weiter. Mamamap zeigt einem die Distanz an, meistens auch die Öffnungszeiten und weitere Infos wie Wickelmöglichkeit, ob der Raum abschliessbar ist, ob es Platz für einen Kinderwagen hat und bei Restaurants ob eine Konsumationspflicht besteht. Ich kann diese App allen stillenden Müttern, vor allem denen mit Neugeborenen, nur empfehlen!

 

 

Auch das Bärechind hat sich mit seinem Stillraum in die App eintragen lassen. Das Hinterzimmer des Ladens ist für alle Mamis und Papis unterwegs geöffnet. Nicht nur zum Stillen, auch zum Füttern oder Spielen kann man im Bärechind einen Halt machen. Zudem gibt es auch eine Toilette und einen Wickeltisch, also eigentlich alles was das Elternherz begehrt! Sonja und Anina sind immer für einen freundlichen Schwatz zu haben und wer weiss, vielleicht entdeckt ihr ja bei eurem Besuch auch noch ein süsses Kleidungsstück, ein schönes Spielzeug oder ihr begeistert euch für den multifunktionalen Stillschal von Copper & Pearl?

 

Was habt ihr für Erfahrungen mit dem Stillen oder Schöppelen unterwegs gemacht? Habt ihr einen Stillgeheimtipp für Winterthur? Lasst es mich und die anderen Leserinnen und Leser mit einem Kommentar wissen.

 

Bis bald

Euer Traum-Mami

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