ERHOLSAMI FERIE MIT CHIND?

September 20, 2018

Ich habe euch ja versprochen, dass ich euch nicht mit meinem Superleben einversüchtig machen werde. Trotzdem möchte ich von meinen letzten Ferien berichten. Wem das schon zu viel Luxus ist, weil er oder sie selber keine Ferien hat, muss halt jetzt aufhören zu lesen. Alle anderen, es geht los:

Wir waren auf der Lenzerheide, in dem Ferienhaus eines Verwandten, welches wir grosszügigerweise gratis nutzen können. Das ist super, wir sind dankbar für dieses Glück, aber pure Erholung ist anders. Wir haben jeden Abend selbst gekocht, zwischendruch die Kleider gewaschen, weil die sauberen Unterhosen Mangelware wurde und einmal auch die Bettwäsche, da das nackte Traum-Baby beschlossen hat, dass zwischen Decken und Kissen ein guter Ort für ein Bisi ist. Somit fehlt schon Mal die grundsätzliche Erholung aus einem Hotel, wo man weder selber putzen, noch kochen oder waschen muss. Wenn man dann noch das nötige Kleingeld hätte, um in ein Luxushotel am Sandstrand mit Ganztageskinderbetreung und grossem Wellnessbereich zu reisen, dann wäre das Energietanken schon fast perfekt. Doch selbst wenn unser Sparkonto keine Panik vor grossen Zahlen hätte und sich auf mysteriöse Art und Weise erfolgreich gegen diese wehrt, wären die Ferien vielleicht trotzdem nicht viel erholsamer gewesen. Das grösste Problem war nämlich der Schlaf.

 

Ausschlafen

Wir hatten die absurde Idee, dass es schlau wäre am Morgen ein bisschen länger zu schlafen. Also anstatt wie üblich das schlafende Töchterchen zwischen 8 und halb 9 Uhr zu wecken, liessen wir sie schlafen, so lange sie wollte. Das rächte sich dann am Abend, wenn sie plötzlich nicht mehr um 9 Uhr, spätestens halb 10 schlief, sondern manchmal bis um 1 Uhr morgens wach war und weinte, sofern man nicht in der Dauerschleife Bücher anguckte. Tja, man lernt durch Erfahrungen und das nächste Mal wissen wir es besser!

Vom Schlafmangel (und den sind wir uns ja seit 1.5 Jahren gewohnt) mal abgesehen, waren unsere Ferien sehr schön.

 

Auf der Lenzerheide gibt es genügend Spielplätze um die Kleinen stundenlang zu beschäftigen. Und ganz viel Natur, sodass die Spielplätze eigentlich gar nicht mehr so wichtig sind. Auf dem Weg vom Dorf durch den Wald hindurch an den See ist uns wieder richtig bewusst geworden, wie unachtsam wir Erwachsenen durch die Welt gehen. Schliesslich gibt es so viele Tannenzapfen zu bestauenen und Nadeln, Zweige und Steinchen am Boden, die man untersuchen kann. Dann natürlich noch viele Pflanzen, bei denen man herausfinden muss, ob sie gut riechen oder nicht. Und schliesslich kommt natürlich noch das Warten auf die Eichhörnchen dazu (die einzige Aktivität, welche auch Erwachsene voller Inbrunst ausüben).

 

Nass macht Spass

Wettermässig hatten wir sowohl Sonnenschein und heiss, als auch nass und kalt. Doch es gibt kein schlechtes Wetter, mit Kinder sowieso nicht. Ich möchte ja nicht, dass meine Tochter irgendwann einmal so ein 'Buhuu-es-regnet-da-will-ich-nicht-raus-Weichei' wird. So eines bin nämlich ich. Trotzdem habe ich mich zusammengerissen und bin mit Traum-Baby (sie in schicker Regenkleidung, ich nur mit Schirm) raus. Und natürlich hatte sie richtig Spass. Wir konnten den Schnecken Hallo sagen, zuschauen, wie Wasser in den Abfluss fliesst und rumplantschen ging natürlich immer und überall.

Und auch wir Grossen konnten die wirklich traumhaftschönen Seiten des Regens geniessen. Eines Abends kamen wir in den Genuss eines riesigen, teilweise sogar dreifachen Regenbogens. Das Ende war sogar ganz nah vor unserem Ferienhaus, aber wir hatten keine Schaufel dabei und deshalb die Such nach dem Goldtopf bleiben lassen.

Doch auch bei trockenem Wetter fand sie einen Weg, pflotschnass zu werden. Für einen Ausflug zum Lido am Heidsee habe ich meine Tochter in weiser Voraussicht in ihren Softshelloverall und die dichten Stiefel gesteckt. Schliesslich gibt es dort einen lustigen Bach zum Spielen und auch das Kletterschiff ist direkt neben dem See. Doch da mein Traum-Baby eine solche Wasserratte ist, hat ihr das nicht gereicht. Nach anfänglich noch zurückhaltenden Giesskannenfüllaktionen am Ufer, marschierte sie plötzlich raus in den See.

Ich habe noch nie so viel Wasser aus Kleidern gewrungen wie nachdem ich sie trocken gelegt habe. Wasserdichte Softshell-Kleidung eignet sich anscheinend nicht zum Spazieren im See.

 

Ausflüge sorgen für Abwechslung

Am Anfang unserer Ferien zeigten sich leider noch nicht viele Eichhörnchen im Wald beim Heidsee. Deshalb haben wir beschlossen, einen Ausflug auf Davos zu machen und unser Glück auf dem Eichhörnchenweg zu versuchen. Das beeindruckendste war, dass unsere Tochter praktisch den ganzen Weg gelaufen ist. Die Menge an hungrigen Eichhörnchen war auch hier sehr gering (genau eines, welches auch nur ein einziges Nüsschen wollte). Dafür haben wir beim warten auf Eichhörnchen zwei Rehe beobachten könnnen! So gaben wir die 'Jagd' auf hungrige Eichhörnchen vorerst mal auf und vergnügten uns anderweitig.

Einmal machten wir einen Ausflug mit dem Sessellift auf die Tgiantieni, für unser Traum-Baby war das schon fast wie fliegen (summsummsummsumm). Zusätzlich konnte sie ihre freundliche Seite ausleben und den Leuten in den entgegendkommenden Sessel freundlich Hallo zurufen. Oben warteten dann Kühe, ein grosser und leicht chaotisch gestalteter Spielplatz und ein Restaurant mit leckerem Essen und kinderfreundlicher Bedienung.

Dann stand natürlich auch noch ein Besuch im Hallenbad an. Es war toll, sehr wenig Leute, eine lange Rutschbahn für die Grossen (unsere Tochter fand es superlustig unten zu warten, bis Mami oder Papi mit grossem Geplantsche aus dem Tunnel rutschten), ein Babyplantschbecken, ein Kinderbecken mit kurzer Rutschbahn und ein schön warmes Aussenbecken mit absolut traumhafter Aussicht und vielen entspannenden Sprudeln. Wir hatten alle zusammen richtig Spass am Plantschen.

 

Schöne Ferien

Gegen Ende der Ferien hatten wir dann auch plötzlich noch richtig Glück mit den Eichhörnchen. Traum-Baby konnte ihr erstes Eichhörnchen füttern und auch noch ein paar weitere (sofern sie nicht beim Warten auf die putzigen Tierchen selbst alle Nüsse ass). Und ich konnte, nebst sehr aufdringlichen Eichhörnchen, welche sich direkt auf meine Beine hockten, auch ein paar süsse, kleine Vögelchen füttern.

Da man aus Fehlern lernt, werden wir in Zukunft auch in den Ferien unseren Rhythmus beibehalten. Und uns vielleicht einfach beim Ausschlafen abwechseln, nur weil das Kind um 8 Uhr wach ist, müssen ja nicht auch beide Eltern um diese Zeit aufstehen! Und mit diesem Plan freuen wir uns bereits auf die nächsten Ferien. Auf der Lenzerheide waren wir bestimmt nicht zum letzten Mal.

 

 

Wie waren eure ersten Ferien? Kennt ihr ein paar gute Tipps? Oder habe ich euch glustig gemacht, auch mal auf der Lenzerheide in die Ferien zu gehen?

 

Ich freue mich auf eure Kommentare!

Traum-Mami

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Beliebteste Beiträge

BLIIBENDI ERINNERIGE

March 16, 2019

1/5
Please reload

Letzte Beiträge

March 16, 2019

March 2, 2019

February 16, 2019

February 9, 2019

February 2, 2019

November 10, 2018