MIN TRAUM-WAGE

November 10, 2018

Mein Traum-Mann ist in der Beziehung Autos und Töffs ein richtiger Mann (also natürlich nicht nur in dieser Beziehung!). Beklagen will ich mich darüber nicht, mir ist es lieber, wenn er einem schönen Fahrzeug hinterherschaut anstatt einer schönen Frau. Doch nicht nur er hat eine ganz klare Vorstellung bezüglich seines Traum-Wagens, sondern auch ich.

 

Jeder hat sein Traum-'Auto'

Ein wichtiger Punkt auf meiner Wunschliste: vier Räder. Die aktuellen drei haben sich im Alltag als unsicher erwiesen. Häh? denkt ihr jetzt vielleicht. Ein Auto hat doch nicht drei Räder? Ein Auto nicht, aber mein im Moment am häufigsten verwendetes Fahrzeug, der Kinderwagen. Unser Kinderwagen haben wir in erster Linie aufgrund der Farbe ausgewählt (also vor allem mein Traum-Mann, der auf knalliges Grün steht). Noch bevor wir schwanger waren, haben wir bei der FamExpo reingeschaut. Dort haben wir uns in erster Linie für die Bugaboos interessiert, da all unsere Freunde mit Kinder darauf schwörten. Doch der Preis hat uns ein bisschen abgeschreckt. Von ein paar Ständen weiter weg hiessen uns sehr leuchtende Farben willkommen. Dort stellten wir fest, dass der supergrüne Kinderwagen einige hundert Franken weniger kostet als ein Bugaboo und laut dem Verkäufer aber mindestens genau so gut ist, wenn nicht eigentlich noch viel besser. Viel später haben wir ihn dann im Internet gekauft, als das Babythema aktuell wurde und wir gesehen haben, dass die Farbe zum Sortiment rausgenommen wird. So haben wir nur noch knapp die Hälfte des Preises bezahlt, allerdings gab es das vierrädrige Modell bereits nicht mehr in grün. Unter anderem deshalb haben wir uns für einen Kinderwagen mit drei Rädern entschieden.

 

 

Was wäre wünschenswert?

Was ein guter Kinderwagen ausmacht, kann nicht ein Verkäufer an einem Messestand sagen, solche Aspekte lernt man erst mit dem Gebrauch kennen. Und da jede Mutter und jeder Vater wieder auf etwas anderes Wert legt, ist es auch schwierig, sich von Eltern mit Erfahrung beraten zu lassen. Also entweder kauft man sehr günstig einen gebrauchten Kinderwagen oder irgend ein Billigmodell, bei dem man einfach auch noch hoffen muss, dass es nicht auseinanderfällt und ärgert sich dann nicht über fehlenden Schnickschnack. Oder man setzt sich intensiv mit den Möglichkeiten auseinander, führt verschiedene Gespräche und liest sich quer durch alle Foren im Internet, bevor man sich für ein teureres Modell entscheidet. Wir haben einen Mittelweg genommen, zum Glück kauften wir unseren Wagen im Ausverkauf, sonst hätten wir uns schon ziemlich über das verschwendete Geld genervt.

Wie schon erwähnt, haben wir unseren Kinderwagen bereits vor dem Baby gekauft (also natürlich haben wir unser Traum-Baby nicht gekauft, das ist schliesslich unbezahlbar!). Aber eigentlich hätte es gar nicht so pressiert, denn die ersten paar Monate haben wir den Kinderwagen so gut wie nie gebraucht. Da war das Tragetuch unser wichtigster Begleiter! Nehmt euch also Zeit für die Wahl. Als kleine Hilfe in eurem allfälligen Entscheidungsprozess (der wie gerade erwähnt nicht wirklich eilt wenn ein Baby unterwegs ist) beschreibe ich euch im Folgenden meinen Traum-Kinderwagen:

 

  • Ein Kinderwagen ist nicht nur Transportmittel für Kinder, sondern vor allem auch für Spielzeuge, Ersatzkleider, Einkaufstüten, Handtasche, alle wunderschönen Steine, Blätter, Zweige und Kastanien welche unterwegs zu finden sind und noch vieles mehr. Es ist also sehr wichtig, viel Stauraum unter dem Kinderwagen zu haben!
     

  • Mit all dem oben beschriebenen Balast und dann vereinzelt auch noch wirklich einem Kind (wobei ich gehört habe, dass es Kinder gibt, die mit 21 Monaten schwerer als nur 9 kg sind) kann ein Kinderwagen sehr schwer werden. Hilfreich sind hier veloähnliche Bremsen, welche man beim Bergabfahren betätigen kann.
     

  • Doch nicht nur beim Fahren auf abschüssigen Strassen und Wegen braucht es eine Bremse, auch bei allfälligen Stopps hilft es, den Kinderwagen arretieren zu können. Sonst rollt er plötzlich ungewollt davon, im schlimmsten Fall auf eine Strasse oder am Bahnhof in Richtung Geleise. Deshalb ist eine Feststellbremse, welche super schnell betätigt aber auch einfach wieder gelöst werden, kann eine absolutes Muss.
     

  • Nun zum Anfangspunkt dieses Blogs: Vier Räder! Auch wenn ein dreirädriger Kinderwagen vielleicht ein bisschen wendiger ist, so ist doch die Stabiliät deutlich beeinträchtigt. Und ich ärgere mich regelmässig, wenn beim Einsteigen in den Bus oder beim Auffahren aufs Trottoir das Vorderrad querstellt und ich nicht mehr richtig vorwärts komme.
     

  • Verstellbare Blickrichtung des Kindersitzes ist auch super. So kann das Kind am Anfang bei der Umgewöhnung vom Tragetuch auf den Kinderwagen immer schön zum Mami (oder wer auch immer sonst am Schieben ist) schauen und fühlt sich so weniger allein und ist besser geschützt von all den Einflüssen draussen. Wenn das Kind grösser ist und all die Ba's (Hunde) bestaunen will, dann ist die Blickrichtung nach vorne natürlich besser. Und die verstellbare Blickrichtung hilft beim tiefem Sonnenstand, die Kinder vor unangenehmen Blenden zu schützen.
     

  • Mein Traum-Mann und ich sind zum Glück etwa gleich gross, sodass wir die Lenkerhöhe nicht dauernd verstellen müssen. Dennoch ist eine einfach anpassbare Lenkerhöhe sinnvoll. Wenn sie sogar extrem verstellbar ist, dann ist das super, denn irgendwann möchten alle kleinen Kinder auch mal schieben und bei unserem Wagen geht das leider nicht, weil der Lenker zu hoch oben ist.
     

  • Wusstet ihr schon? Kinder machen Dreck! Keine neue Erkenntnis für euch? Ok, für meinen Kinderwagenhersteller anscheinend schon. Denn so gut wie nichts an meinem Kinderwagen ist abnehm- und somit waschbar. Völliger Blödsinn! Deshalb achtet auch abnehmbare Bezüge. Alles was mit dem Kind in Kontakt kommt, sollte waschbar sein!
     

  • Ein weiterer Punkt, welchen ich aber nicht so genau definieren kann betrifft die Masse. Das Gewicht und die Breite (und auch Länge) spielen im Alltag immer wieder eine Rolle. Grundsätzlich, je leichter desto besser (es kommen schliesslich immer wieder Treppen, die man nicht umgehen kann) und je kleiner desto besser (braucht nicht so viel Platz in einem vollen Bus, steht aber in Konflikt mit dem erstgenannten Punkt)

  • Der letzte Aspekt, wo ich aber auch keine abschliessende Empfehlung abgeben kann, ist das Flachstellen der Rückenlehne. Unser Kinderwagen lässt sich mittels zwei bis drei Handgriffen in ein komplett flaches Liegebett verwandeln. An und für sich gut, so hat das Kind ein ähnliches Schlafgefühl wie zu Hause im Bett. Doch zumindest bei unserem Traum-Baby spielt es absolut keine Rolle, ob sie nur leicht nach hinten gekippt in einer bananenförmigen Position schläft oder ganz flach. So oder so ist ihr Schlaf im Wagen deutlich kürzer als der Schlaf zu Hause im Bett.
     

 

Was es alles nicht braucht

Diverser Schnickschnack, wie verstellbare Federung (habe ich in eineinhalb Jahren nie gebraucht), arretierbare Vorderräder (dito, ich lasse sie immer beweglich, weil das viel angenehmer ist zum Manovrieren), passende Sonnenschirme (ist super umständlich, wir haben immer einfach ein grosses Nuschi aufgehängt), Becherhalter (es hängt ja eh meistens die Wickeltasche am Wagen, dort hat es Platz dafür) etc. braucht es nicht.

Sieht etwas ungewohnt aus, dann lohnt sich darüber nachzudenken. Unsere Feststellbremse ist sehr prominent in der Mitte des Lenkers. Laut Verkäufer super praktisch, da allzeit bereit. Doch leider auch super unpraktisch, da ein normaler Handwärmer für den Lenker nicht dran passt. Also muss sich jede und jeder selbst überlegen, ob ihm ein bisschen Exklusivität wichtig ist oder ob die Auswahl der breiten Masse nicht mehr Vorteile bietet.

Was bei unserem Wagen auch sehr prominent angepriesen wurde, ist dass der Wagen mitwächst. Die Beinablage kann verlängert und somit an das Wachstum der Kinder angepasst werden, was ergonomisch und für die Entwicklung der Kinder wichtig ist. Blablabla, im Endeffekt zieht dieses Argument nur bei Einzelkindern. Alle die nach zwei, drei Jahren ein Geschwisterchen bekommen werden früher oder später sowieso aus dem Kinderwagen vertrieben. Und wenn ein Kind mit vier Jahren noch so viel Zeit im Kinderwagen verbringt, dass zu kurze Beinstützen einen Einfluss auf den Körper haben, denke ich dass das häufige Sitzen viel den grösseren Einfluss hat.

Das letzte, was ich nicht so wichtig finde, ist das Zusammenklappen. Klar ist es gut, wenn der Kinderwagen möglichst einfach und platzsparend zusammengelegt werden kann. Doch so oder so nimmt ein normaler Kinderwagen immer noch viel Platz in Anspruch, beispielsweise wenn man mit dem Auto in die Ferien will. Die bessere Alternative ist hier ein Buggy.

 

Habe ich etwas vergessen, was der perfekte Kinderwagen unbedingt braucht? Oder kennt jemand ein Modell, dass all meine Wünsche erfüllt? Schreibt es mir in die Kommentare, ich freue mich auf eure Inputs!

 

Euer Traum-Mami

 

 

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Beliebteste Beiträge

BLIIBENDI ERINNERIGE

March 16, 2019

1/5
Please reload

Letzte Beiträge

March 16, 2019

March 2, 2019

February 16, 2019

February 9, 2019

February 2, 2019

November 10, 2018

October 31, 2018

Please reload

Archiv