INSEL MAINAU

February 9, 2019

Im Frühling lockten mich wunderschöne Blütenbilder aus dem Internet auf die Insel Mainau. Zusammen mit meinem Traum-Mann und begleitet von meiner Traum-Freundin Anina aus dem Bärenchind und ihrem Sohn Theo ging es auf die Reise. Die knapp einstündige Autofahrt verlief problemlos, der Weg zur Insel ist gut beschildert. Der erste Knackpunkt kam auf dem Parkplatz. Es war ein wunderschöner, sonniger Tag und so reihten sich Auto an Auto, Reihe um Reihe und alles sah gleich aus. Da Mainau in Deutschland liegt, konnten Anina und ich nicht einfach per WhatsApp kommunizieren, sondern wir mussten SMS schreiben. Und SMS im Ausland kosten gaaaanz viel, mind. 173'625.85 Franken (zumindest ist das so ungefähr meine Erinnerung, als ich als Teenager das erste Mal ins Ausland bin). Also unser erster Tipp, für alle, die mit mehreren Autos anreisen: Macht doch gleich beim Eingang ab, dort hat es auch einen Souvenirshop und ein Cafe, um allfällige Wartezeiten zu überbrücken. Und so könnt ihr euch die teuren Auslands-SMS sparen (ok, vielleicht sind sie heutzutage auch nicht mehr ganz so teuer...).

 

Nachdem wir unsere Tickets gekauft hatten, mussten wir erstmal über eine lange Brücke laufen. Ist ja logisch, es ist schliesslich eine Insel, die ist naturgemäss von Wasser umgeben. Am Ende der Brücke gab es bereits den zweiten Souvenirshop. Und das Restaurant Rothaus-Seeterasse, in welchem wir dann später auch noch gegessen haben. Dieses bietet sehr viele Aussenplätze, die meisten mit Sicht auf den See. Das Essen ist kantinenmässig, alles vorgekocht und warmgehalten, dazu ein Salatbuffet und Süsswaren. Es schmeckte aber ganz gut und wie meistens in Deutschland ist man als Schweizer über die günstigen Preise erstaunt.

 

Ein Paradies für alle Kinder

Neben dem Restaurant beginnt der riesige Spielplatz. Der erste Bereich ist eher für die Kleinen, Babyschaukel, etwas zum drauf rumturnen und viel Kies am Boden. Dahinter gibt es eine deutlich grössere und auch höhere Kletterlandschaft mit Rutschbahn und Hütten. Der Spielplatz ist sehr weitläufig und bietet wirklich für alle Geschmäcker etwas. Die Kinder werden nicht nur motorisch beim Klettern gefordert, sondern können auch mit Klängen, Farben und Händen experimentieren. Zuhinderst kommt dann noch der Spielplatz für die Grossen. Dieser ist in einen Teich eingebaut. Wir haben den nicht genauer unter die Lupe genommen, unsere Kinder waren noch vollauf mit dem Klettern und Rutschen im zweiten Teil beschäftigt. Zudem wollten wir nicht, dass sie pflotschnass werden und haben sie deshalb versucht, vom Wasser fernzuhalten. Das führt mich zu unserem nächsten Tipp: Genügend Ersatzkleider einpacken oder an einem warmen Sonnentag gleich das Badezeug, dann können sich die Kinder auf dem Spielplatz nach Lust und Laune austoben.

 

Das zweite Highlight für die Kinder ist neben dem Riesenspielplatz natürlich der Bauernhofbereich. Es gibt Ziegen zum Streicheln und Füttern (der Automat brauch 20 Cent, wer also wie ich immer alles Fermdwährungsmünz weggibt sollte sich vielleicht dafür mal bremsen und einige Münzen auf die Seite legen) und daneben auch noch Ponyreiten (2 Euro ab 4 Jahren). Zudem kann man Häschen, Hühner, Schafe, Lamas und Kühe anschauen und falls sie nahe genug an den Zaun kommen auch streicheln. So, wer aufmerksam mitgelesen hat, wird vielleicht merken, dass die Kinder sich problemlos mehrere Stunden beschäftigen können, ohne dass der Hauptteil der Insel überhaupt besucht wurde!

 

Farbenpracht für Gross und Klein

Je nach Jahreszeit trifft man aber schon ab Beginn auf mehr oder weniger grosse Blumenmeere. Wir waren, wie erwähnt, dass erste Mal im Frühling, wo natürlich Tulpen und Narzissen in allen Farben vorherrschten. Je weiter man der Insel entlang läuft, desto mehr Blumen sind zu sehen. Die Gärtner arrangieren die unterschiedlichsten Arten, Farben und Grössen sehr kunstvoll in unzähligen Beten. Es ist wirklich einfach wunderschön. Falls man aber wie ich ein Kind hat, welches an jeder Blume riechen will, muss man auch hier sehr viel Zeit einrechnen! Auf der Homepage kann man nachlesen, welche Blumen und Blüten gerade ihre - Achtung es wird kreativ - Blütenzeit haben. So kann man den Besuch seinen persönlichen Vorlieben anpassen. Schliesslich ist der Eintritt mit 21 Euro für einen Erwachsenen nicht gerade günstig. Dafür sind die Kinder bis 12 Jahre gratis! Oder man ist so begeistert wie wir und kauft sich gleich eine Jahreskarte (54 Euro, also nach drei Besuchen amortisiert) und kann die Insel in den unterschiedlischsten Blütenstadien besuchen.

 

Bei unserem zweiten Besuch haben wir im Restaurant Comturey gegessen. Dieses liegt auf der Rückseite der Insel und die vielen Palmen am Strand wecken schon fast Feriensehnsüchte. Auch der Hafen liegt in der Nähe, was zusätzlich das Reisefieber anregt. Dieses Restaurant ist nicht zu vergleichen mit dem Selbstbedienungsambiente vom ersten und auch das Essen wird alles aus hochwertigen Zutaten frisch zubereitet. Trotz dem edlen Ambiente ist es kinderfreundlich. Es bietet Kinderstühle, eine eigene Kinderkarte und Malsachen zur Beschäftigung. Sogar die Kindermenus sind hochwertig, statt Pommes mit frittierten Tiefkühl-Fischstäbchen gibt es Salzkartoffeln mit Fischfrikadelle. Und für den Dessert gibts gleich draussen einen Glacestand mit vielen feinen Sorten.

 

Wenn es ums Essen geht, muss man sich früher oder später auch mit dem stoffwechseltechnisch verarbeiteten Essen auseinander setzen. Toiletten gibt es zum Glück genügend (je nach dem wo man sich auf der Insel aber gerade befindet kann der Weg für die Kleinen, welche sich gerade von der Windel am verabschieden sind, ein bisschen zu lang werden) und alle bieten auch einen Wickeltisch und sogar einen Toilettenaufsatz für Kinder an. Wer heikel ist, kann diesen ja schnell mit einem Feuchtuch abwischen.

 

Nicht nur Blumen sind schön

Ein weiteres Highlight ist, neben den vielen farbigen Blumen, das Schmetterlingshaus. Im tropischen Klima lassen sich freifliegende Schmetterlinge in allen Grössen und Farben bestaunen. Ein gutes Foto zu machen ist gar nicht so einfach, doch für die Meisterfotografin Anina natürlich kein Problem.

Es gibt noch zahlreiche andere Attraktionen und auch zeitlich begrenzte Spezialaustellungen. Wir haben noch lange nicht alles gesehen und werden bald wieder einmal gehen. Damit der Blog aber nicht noch länger wird (hoffentlich ist noch niemand eingeschlafen!) verzichte ich darauf, hier alles noch aufzuführen. Stattdessen könnt ihr einfach auf der offiziellen Homepage von Mainau rumstöbern und euch rauschreiben, was für euch am Spannensten klingt. Und zum Abschluss nochmals ein Tipp für alle, die mit dem Auto reisen: Unbedingt rechtzeitig kommen, sodass ihr auch wieder beizeiten auf dem Rückweg seid. Am besten fahrt ihr spätestens um 15.00 Uhr zurück, ansonsten droht die Gefahr vom Zoll bis auf Winti (oder länger, je nach dem wo ihr hin müsst) zu stehen und die Freuden vom alltäglichen Feierabendstau zu geniessen. Mit einem übermüdeten Kind auf der Rückbank macht das so richtig Spass!

 

Und auch für alle, die jetzt den ganzen Blog gelesen haben und denken "Was soll ich bitteschön so viel Geld ausgeben um ein paar farbige Planzen zu betrachten?" haben wir noch einen Tipp: Bis zum 21. März  kosten die Tickets nur 10 Euro. So kann man mit mehr als 50% Rabatt den Spielplatz und die Natur geniessen und auch den Tieren Hallo sagen. Und weniger Leute hat es wahrscheinlich auch.

 

Wer von euch war schon einmal auf der Blumeninsel Mainau? Was ist euer persönliches Highlight? Und welches eure liebste Jahreszeit? Oder haben wir euch inspiriert das erste Mal zu gehen? Dann berichtet uns doch von euren Erfahrungen!

 

Traum-Mami und Bärechind-Anina

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